Die Anzahl der Marktteilnehmer bestimmt die

Marktform

 


Ein Marktteilnehmer verhält sich unterschiedlich, je nachdem, ob er viele, wenige oder keine Konkurrenten hat. Man unterscheidet deshalb nach der Anzahl der Marktteilnehmer verschiedene Marktformen:


Tritt auf einem Markt nur ein einziger Anbieter oder ein einziger Nachfrager auf, hat dieser ein Monopol. Gibt es mehr als einen Anbieter, bzw. Nachfrager besteht Konkurrenz. Konkurrenzieren sich wenige Anbieter oder wenige Nachfrager, spricht man von einem Oligopol. Ein sehr enges Oligopol mit nur 2 Anbietern, bzw. Nachfragern bezeichnet man als Duopol. Bei einem Polypol gibt es viele Anbieter und viele Nachfrager. Die Konkurrenz ist vollkommen, wenn viele Anbieter und Nachfrager völlig homogene Güter bei vollständiger Markttransparenz handeln und die Marktteilnehmer keine ausserökonomischen Präferenzen haben, also sich nur auf Grund des Preises für ein Gut entscheiden. Haben Anbieter ein aquisitorisches Potential, d.h. eine Anziehungskraft auf Kunden, die nicht nur vom Preis bestimmt ist, besteht unter den Anbietern eine monopolistische Konkurrenz.

In der Region Basel erscheint nur eine Tageszeitung. Die "Basler Zeitung" hat das Monopol. Der Zeitungsleser in der Region Basel hat keine Wahl, wenn er eine lokale Tageszeitung lesen will. Er kann nur die "Basler Zeitung" lesen. Und wer ein Inserat in einer lokalen Tageszeitung aufgeben will, der kann dieses Inserat nur in der "Basler Zeitung" plazieren. Der Zürcher Zeitungsleser hat die Wahl zwischen dem "Tages-Anzeiger" und der "Neuen Zürcher Zeitung". Es hat in Zürich zwei Anbieter einer Tages-Zeitung und zwei Nachfrager nach Inseraten. Die beiden Tageszeitungen stehen in Konkurrenz. Ein Duopol kämpft um die Gunst der Leser und Inserenten. In beiden Regionen gibt es aber noch Gratisanzeiger, Wochenzeitungen, die Boulevard-Presse, also eine grosse Zahl von nicht homogenen Konkurrenten. So wie es sehr viele Zeitungsleser gibt, so gibt es auch viele Zeitungen verschiedenster Art. Eine ähnliche Situation besteht im Zeitschriftenmarkt. Wer sich für Computer interessiert, hat die Auswahl zwischen einem Dutzend Computerzeitschriften. Wer sich hingegen gezielt in der englischen Sprache weiterbilden möchte, hat nur die Möglichkeit, das "Spotlite" zu kaufen.

 

 

Die nachstehende Tabelle gibt eine Uebersicht über verschiedene Marktformen:

  viele
Nachfrager
wenige
Nachfrager
ein
Nachfrager
Zahl der Anbieter      
viele Anbieter Polypol Oligopsom (Nachfrageoligopol) Monopsom (Nachfragemonopol)
wenige Anbieter Oligopol Bilaterales Oligopol
wenige grosse,
viele kleine Anbieter
Teiloligopol
zwei Anbieter Duopol
zwei grosse,
viele kleine Anbieter
Teilduopol
ein Anbieter Monopol Bilaterales Monopol
ein grosser,
viele kleine Anbieter
Teilmonpol

 



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